Krankenkassen Kompakt

DAK muss sparen

Seit Anfang 2010 verlangt die DAK von ihren Versicherten einen Zusatzbeitrag in Höhe von 8,00 EUR im Monat. In erster Linie wegen der Erhebung des Zusatzbeitrages hat die DAK im letzten Jahr viele Mitgliedern verloren und ihre Rücklagen sind fast aufgebraucht. In der Presse wurde sogar davon gesprochen, dass das Bundesversicherungsamt die DAK aufgefordert hat, entsprechende Maßnahmen einzuleiten, in dem sie die Zusatzbeiträge angehoben und die Personalkosten senken soll.

Das Bundesversicherungsamt hat jetzt aber  in einer Pressemitteilung klargestellt, dass es weder die Erhöhung des Zusatzbeitrags noch andere Maßnahmen von der DAK verlangt. Die DAK ist nicht von Schließung oder Insolvenz bedroht. Deshalb sieht die DAK keinen Anlass, den Zusatzbeitrag zu erhöhen. Die finanzielle Lage würde sich positiv entwickeln, es werde bis Ende diesen Jahres sogar ein Überschuss von 200 Millionen EUR erwartet. Im letzten Jahr wurde ein Überschuss von 62 Millionen Euro erwirtschaftet.

neue Fusion der BKK ALP zum 01.01.2012

Die bisher geschlossene Krankenkasse BKK Pfeifer & Langen und die bundesweit geöffnete Krankenkasse BKK ALP plus wollen zum 01.01.2012 fusionieren.

Die Vorstände Paul Gantenberg und Josef Alt sehen darin einen richtigen Schritt in eine gemeinsame Zukunft. „Unsere beiden Betriebskrankenkassen haben jeweils eine über 125-jährige Geschichte, sind entstanden in Traditionsunternehmen und stehen finanziell gut da“, erklärt Paul Gantenberg, Vorstand der BKK Pfeifer & Langen. „Diese Fusion ist als Partnerschaft unter einem Dach zu sehen“, so Gantenberg weiter. „Wir freuen uns auf jeden der 3.600 Versicherten und natürlich auf alle Mitarbeiter der BKK Pfeifer & Langen“, unterstreicht Josef Alt, Vorstand der BKK ALP plus, die Aussagen seines Kollegen. „Sie werden ein weiteres PLUS sein. Dies wird uns in Zukunft auch bundesweit gegenüber den Mitbewerbern mehr als auszeichnen“, ergänzt Alt weiter.

Die BKK ALP plus garantiert bereits seit 2009, keinen Zusatzbeitrag zu erheben. Dies soll auch weiterhin für die Jahre 2011 und 2012 gelten.

„Seit vielen Jahren sind wir für unsere fairen Preise bekannt. Mit der zweijährigen Garantie belohnen wir das in uns gesetzte Vertrauen unserer alten und neuen Mitglieder erneut“, freut sich Josef Alt, Vorstand der BKK ALP plus.

BKK vor Ort und Dräger & Hanse BKK fusionieren zum 01.04.2011

Die BKK vor Ort  und die Dräger & Hanse BKK werden zum 01.04.2011 miteinander fusionieren. Das haben die Verwaltungsräte beider Kassen übereinstimmend beschlossen. Die Fusion bedarf noch der Zustimmung des Bundesversicherungsamtes.

„Mit dieser Fusion sichern die Selbstverwaltungen in einem schwierigen gesundheits­politischen Umfeld eine starke Krankenkasse für die Zukunft ab. Beide Partner passen zueinander. Sie stehen finanziell und organisatorisch auf einem gesunden und soliden Fundament, dies wird auch künftig einen Mehrwert für die Kunden bringen“, betont Klaus-Peter Hennig, alternierender Verwaltungsratsvorsitzender der BKK vor Ort. „Durch die Zusammenlegung der Ressourcen können wir – auf der Basis der aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen – davon ausgehen, dass wir auch im Jahr 2012 ohne Zusatzbeitrag auskommen werden.“

„Im Zuge der Fusion werden keine Standorte aufgegeben, es kommen vielmehr neue hinzu. Ebenso freuen wir uns, dass alle Beschäftigten übernommen werden und wir somit 1.500 Menschen einen sicheren und guten Arbeitsplatz bieten können“, so Ludger Hamers, Verwaltungsratsvorsitzender der BKK vor Ort.

In der fusionierten BKK vor Ort werden die Kunden an 70 Standorten betreut. Der Sitz der Kasse und die Hauptverwaltung wird in Bochum sein. Der Name wird BKK vor Ort sein .

kein Zusatzbeitrag bei der AOK Bayern

In den letzten Wochen  wurde darüber berichtet, dass die AOK Bayern als bundesweit größte Ortskrankenkasse 91 Millionen Euro an den Gesundheitsfonds zahlen muss. Außerdem muss sie noch 19 Millionen Euro Honorar an Bayerns Hausärzte nachzuzahlen. Somit wurde es sehr wahrscheinlich, dass diese Krankenkasse  Zusatzbeiträge erheben muss. Am 15.03.2011 tagte deshalb der Verwaltungsrat der mit 4,2 Millionen Versicherten größten Krankenkasse im Freistaat Bayern. In der Sitzung wurde entschieden, dass es bis auf weiteres keine Zusatzbeiträge bei der AOK Bayern geben wird. Die Selbstverwaltung betonte gleichzeitig, dass die Wünsche nach noch höheren Honoraren für Leistungserbringer nicht in die politische Landschaft passen.

Mehr zum Thema: Pressemitteilung AOK Bayern

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