Krankenkassen Kompakt

Der Aufschwung kommt bei den Krankenkassen nicht an

Die Betriebskrankenkassen in Bayern kritisieren, dass die Milliardenüberschüsse aus dem Gesundheitssystem nicht bei den Krankenkassen ankommen.

„Milliarden-Überschüsse aus dem Gesundheitsfonds kommen bei den Krankenkassen nicht an.“ „Auch wenn die Wirtschaft noch so boomt haben die Krankenkassen leider nichts davon. Alle Mehreinahmen infolge guter Konjunktur-Aussichten fließen zwar in den Gesundheitsfonds. Sie kommen jedoch nicht bei den Krankenkassen an. Die Krankenkassen werden ohne Not vom Gesetzgeber gezwungen, ihren Haushalt auf Kante zu nähen“, kritisierte Sigrid König, Vorstand des BKK Landesverbandes Bayern.

König fordert, diese Gelder den Krankenkassen für Liquiditäts-Puffer zur Verfügung zu stellen, statt sie im Gesundheitsfonds zu horten.

„Wenn die Lohnsumme steigt, steigen auch die Beitragszahlungen für die gesetzlichen Krankenkassen. Es ist für die Beitragszahler nicht nachvollziehbar, wenn sie einerseits zusätzliche Milliarden in die Krankenversicherung einzahlen, diese Gelder aber im Gesundheitsfonds schlummern und nicht an die Krankenkassen weitergegeben werden. Im schlimmsten Fall müssten einzelne Krankenkassen ihre natürlichen Liquiditätsschwankungen über Zusatzbeiträge gegenfinanzieren. Dies ist schlichtweg für die Versicherten nicht hinnehmbar und bedarf dringend einer Änderung durch den Gesetzgeber.“

Nach Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft sollen die Krankenkassen in diesem Jahr über 5,8 Milliarden Euro Mehreinnahmen verfügen.

Quelle: www.bkk.de

AOK IKK Südwest

Für viele  gesetzlich Versicherte im Südwesten der BRD gibt es in den nächsten Monaten Veränderungen. Es entsteht nämlich eine neue große Krankenkasse durch die Fusion der AOK Rheinland-Pfalz, der AOK Saarland und der IKK Südwest. Das Bundeskartellamt hat die Fusion der drei gesetzlichen Krankenkassen bestätigt. Die neue Krankenkasse wird AOK IKK Südwest heißen. Zum 01.10.11 soll die Fusion erfolgen. Damit entsteht mit mit 4.700 Kassenmitarbeitern, 1,4 Mio. Mitgliedern und 2,0 Mio.Versicherten eine der größten Krankenkassen in Deutschland.

Hauptsitz der neuen Krankenkasse wird  Eisenberg sein, wo die AOK Rheinland-Pfalz bereits ihren Sitz hat.

Dieser Beschluss ist aber noch nicht rechtskräftig, denn vor der Fusion müssen die Verwaltungsräte der drei Krankenkassen die Fusion absegnen. Die Verwaltungsratssitzungen dazu sind im Juli.

Konzept zur Bürgerversicherung der SPD

Am 11. April hat das SPD- Präsidium den Grundlagenbeschluss für die Einführung einer Bürgerversicherung in der GKV vorgelegt. Das Papier wurde vom Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel und von der Generalsekretärin Andrea Nahles vorgestellt. Die Sozialdemokraten positionieren sich mit dem Text in Abgrenzung zur jetzigen Regierungskoalition aus Union und FDP. Das Konzept enthält konkrete Punkte, wie das Finanzierungssystem im Gesundheitswesen nach SPD-Vorstellungen in Zukunft aussehen soll.

Die Parität zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern in der Finanzierung soll wiederhergestellt werden. Dazu wollen die Sozialdemokraten die Beitragsbemessungsgrenze für Arbeitgeber aufheben und den Sonderbeitrag für Arbeitnehmer streichen. Ebenfalls wegfallen sollen die Zusatzbeiträge.

Um künftig auch Kapitaleinkünfte zur Finanzierung der Gesundheitsausgaben mit heranzuziehen, möchte die SPD die Zins-Abgeltungssteuer erhöhen und die erzielten Mehreinnahmen in den jährlichen Steuerzuschuss in den GKV-Topf überführen. Der Steuerzuschuss soll genau wie der jährliche Zuschuss in den Rententopf in Zukunft automatisch dynamisiert sein, um die steigenden Gesundheitsausgaben decken zu können.

Die PKV bleibt in den bestehenden Verträgen unangetastet, jedoch soll für PKV-Versicherte eine verbesserte Wahlfreiheit geschaffen werden. Sehr stark unter die Arme greift die SPD geringverdienenden Selbständigen, deren Mindesteinkommen zur Berechnung des GKV-Beitrages  auf 400,01 € reduziert werden soll.

Im krankenkassenratgeber gibt es dazu ein interessantes Interview mit Prof. Lauterbach von der SPD.

20 Monate garantiert ohne Zusatzbeitrag

Sechs gesetzliche Krankenkassen schließen für 2011 und 2012 Zusatzbeiträge aus

Die Zahl der Krankenkassen, die bereits zum jetzigen Zeitpunkt einen Zusatzbeitrag bis zum Wahljahr 2013 ausschließen, wächst. So hat in einem Interview mit dem krankenkassenRATGEBER der Vorstand der BKK A.T.U , Andreas Schöfbeck, die Möglichkeit der Erhebung eines Zusatzbeitrages im Jahr 2012 definitiv verneint. Damit ist die bundesweit geöffnete BKK A.T.U bislang die sechste Krankenkasse, die eine Freiheit von Zusatzbeiträgen für 2012 garantiert und noch dazu die einzige dieser Kassen, die ihren Versicherten eine Prämie auszahlt.
Auch die IKK Classic hat gegenüber dem Handelsblatt für 2012 die sichere Prognose abgegeben, keinen Zusatzbeitrag zu erheben und dies auf telefonische Nachfrage hin bestätigt.

Das statistische Bundesamt Wiesbaden hat für das Jahr 2009 einen enormen Anstieg der Gesundheitskosten um 5,2 Prozent bekanntgegeben. Sowohl im stationären wie auch im ambulanten Bereich sowie bei den Arzneimitteln stiegen die Ausgaben signifikant um Milliardensummen weiter an, wobei sich die Anstiegsrate im Vergleich zum Durchschnittswert fast verdoppelte. Bei dieser hohen Steigerung der Ausgabenlast ist die Einführung und Erhöhung weiterer Zusatzbeiträge nur eine Frage der Zeit.

Versicherte, die von einem Zusatzbeitrag verschont bleiben möchten, können in eine Kasse wechseln, die diesen für die nächsten 20 Monate ausschließt. Wer mindestens seit 1 ½ Jahren
bei seiner Krankenkasse Mitglied ist, kann mit einer Frist von zwei Monaten zum Monatsende ohne Angabe von Gründen kündigen und in eine andere Kasse wechseln.

Eine Liste mit allen Infos über Zusatzbeiträge und Prämien gibt es unter www.krankenkasseninfo.de/ohneZusatzbeitrag.php

krankenkasseninfo.de gehört zum Netzwerk der Firma Krankenkassennetz.de GmbH. Die Firma wurde im Jahr 2004 gegründet und vergleicht die Beiträge, Leistungen, Bonusmodelle und Wahltarife der gesetzlichen Krankenkassen miteinander. Der Leitspruch der Firma ist: “Gesundheit ist zwar nicht alles – aber ohne Gesundheit ist alles nichts.” von Arthur Schopenhauer.

Neben www.krankenkasseninfo.de gehören zum Netzwerk die WEB- Seiten:

http://www.krankenkassenRATGEBER.de
http://www.krankenkassensuche.de
http://www.1a-krankenkassen.de
http://www.abc-der-krankenkassen.de
http://www.krankenkassen-direkt-vergleich.de

sowie zahlreiche Partnerseiten.

Die SBK ist Deutschlands kundenorientierteste Krankenkasse

Beim Wettbewerb „Deutschlands kundenorientierteste Dienstleister“  2011 belegte die SBK erneut den 1. Platz unter den Krankenkassen. Im branchenübergreifenden Gesamtranking  erreicht die SBK sogar erstmals den dritten Platz .

Seit 6 Jahren untersuchen die I.VW der Universität St. Gallen, die Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting, die Rating-Agentur ServiceRating und das Handelsblatt auf Basis einer anerkannten wissenschaftlichen Methode die Kundenorientierung deutscher Unternehmen. Die SBK hat da bisher immer durchgehend gute Platzierungen erreicht und mehrere Sonderpreise gewonnen. Mit  dem 3. Platz im Gesamtranking und dem 1. Platz  bei den Krankenkassen sichert sich die SBK einen Platz in der „Hall of Fame“ der kundenorientiertesten Dienstleister.

Im Rahmen des Wettbewerbs analysieren Experten, wie die Prozesse und Strukturen des Unternehmens auf die Kundenausgerichtet sind. Dies erfolgt anhand von Fragebögen, einem ausgedehnten Besuch beim Unternehmen und durch Befragung der Kunden.  Anhand verschiedener Dimensionen werden die Ergebnisse dieser Untersuchungen ausgewertet. Im Mittelpunkt stehen die Kundenorientierung des Managements, die Servicebereitschaft und Kompetenz der Mitarbeiter sowie die Qualität der Beratung. Wichtige Fragen sind außerdem, ob die Angebote genau auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind oder wie sich das Unternehmen völlig auf seine Kunden fokussiert und mit ihnen kommuniziert.

Der Vorstandsvorsitzende der SBK, Dr. Hans Unterhuber, freut sich über die erneute Auszeichnung: „Kundenorientierung ist für uns das wichtigste Element in unserem Arbeitsalltag und wird von allen gelebt. Da freut es uns natürlich besonders, wenn wir durch unser dauerhaft gutes Abschneiden bei solchen Wettbewerben bestätigt werden.“

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