Krankenkassen Kompakt

DAK Gesundheit

Die DAK und BKK Gesundheit wollen erneut eine Fusion anstreben, nach dem die Fusionsverhandlungen im Vorjahr gescheitet sind. Dies teilten die Sprecher beider Kassen letzte Woche mit. Sollten die Vertragsverhandlungen erfolgreich verlaufen wollen die Verwaltungsräte der Kassen über die Fusion bis zum Jahresende entscheiden. Bei Krankenkassen müssen seit Anfang vergangenen Jahres einen Zusatzbeitrag erheben und haben seit dem schon viele Mitglieder verloren. Die DAK hat ca. 5,8 Millionen Versicherte und die BKK Gesundheit ca. 1,0 Millionen. Damit würde die Krankenkassen nach der Fusion die drittgrößte Krankenkasse nach der Barmer GEK und Techniker Krankenkasse bleiben. Der neue Name der Krankenkasse könnte DAK Gesundheit lauten. Bereits bei den ersten Verhandlungen wurde dieser Name als Arbeitstitel verwandt.

Zusatzbeiträge von drei Versicherten der DAK unwirksam

Die DAK verlangt seit 02/10 von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag in Höhe von 8,00 EUR im Monat. Bedingung für die Erhebung von Zusatzbeiträgen ist es, dass die Krankenkassen ihre Mitglieder rechtzeitig über das damit verbundene Sonderkündigungsrecht informieren. Das Sozialgericht Berlin hat nun in erster Instanz entschieden, dass die Erhebung des Zusatzbeitrags der DAK unwirksam war, weil die Krankenkasse ihre Mitglieder nicht deutlich genug auf ihr Sonderkündigungsrecht hingewiesen hat. Drei Mitglieder der DAK hatten geklagt, nachdem ihr Widerspruch gegen die Erhebung des Zusatzbeitrages erfolglos geblieben war. Das Sozialgericht gab den Klägern zum Teil recht. Zwischen 02/10 und 11/10 bzw. 12/10 seien sie nicht zur Zahlung der 8,00 EUR pro Monat verpflichtet, da die Kläger erst im November bzw. Dezember deutlich auf ihr Sonderkündigungsrecht hingewiesen worden und somit erst ab diesem Zeitpunkt sie die Zusatzbeiträge zahlen müssen.

Allerdings weist die DAK darauf hin, dass dieses Urteil keine grundsätzliche Bedeutung hat und nicht auf alle Versicherten übertragbar ist. Es betrifft nur die drei Kläger in den konkreten Verfahren vor dem Sozialgericht Berlin. Außerdem ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Andere Sozialgerichte hatten die Informationspraxis der DAK nicht beanstandet.

hkk bleibt garantiert bis Ende 2013 ohne Zusatzbeitrag

Die Krankenkasse hkk wird ihren Mitgliedern bis mindestens Ende 2012 ein Prämie in Höhe von 60 Euro pro Jahr auszahlen. Damit gibt es diese Prämie bereits das vierte Jahr in Folge. Die hkk erwirtschaftet seit Jahren hohe Überschüsse, von denen sie einen Teil an die Mitglieder zurückgibt.

Außerdem hat die hkk bereits jetzt bekannt gegeben, dass sie garantiert bis Ende 2013 keinen Zusatzbeitrag verlangen wird. “Die hkk ist bundesweit die einzige Krankenkasse mit derart weit reichenden Garantien”, erklärt Vorstand Michael Lempe. Die Gründe sind vielfältig: “Wir haben über Jahrzehnte äußerst solide gewirtschaftet, liegen bei den Verwaltungskosten 20 Prozent unter dem Branchendurchschnitt, haben vollständige Pensionsrücklagen für unsere Angestellten gebildet und beziehen Zinsen aus einem sicher angelegten Vermögen”, so der Kassenmanager. Damit hebt sie sich noch von den Krankenkassen ab, die bis zum Beginn des Jahres 2013 garantiert keinen Zusatzbeitrag erheben werden.

Die bundesweit geöffnete hkk Erste Gesundheit zählt mit mehr als 340.000 Versicherten , 27 Geschäftsstellen und 2.000 Servicepunkten zu den 35 größten gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands. Sie gehört zum Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek).

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