Krankenkassen Kompakt

BKK VBU und BKK futur fusionieren zum 01.01.12

Zum 01.01.12 wollen die BKK VBU und die BKK futur fusionieren. Die neue Krankenkasse wird den Namen BKK VBU tragen und wird keinen Zusatzbeitrag erheben Das beschlossen gestern einstimmig die Verwaltungsräte beider Kassen.
Mit der Fusion wird die BKK VBU zu den 30 größten Krankenkassen Deutschlands gehören. Sie ist bundesweit geöffnet.

„Dabei bleibt unser Versprechen, mindestens bis 2013 ohne Zusatzbeitrag auszukommen, selbstverständlich auch nach dem Zusammenschluss bestehen. Während immer mehr Krankenkassen Zusatzbeiträge von ihren Versicherten verlangen müssen oder sogar von der Insolvenz bedroht sind, bauen wir unser attraktives Leistungsangebot noch weiter aus“, sagte Andrea Galle, Vorstand der BKK VBU.

Alle Versicherten der neuen BKK VBU werden ab 01.01.12 von den attraktiven Zusatzleistungen wie z.B. dem Bonusprogramm „Gesund leben zahlt sich aus“ mit bis zu 280 Euro profilieren.
Die neue BKK wird rund 400.000 Versicherte an 30 Standorten bundesweit betreuen.

BKK Kassana mit Selbstbehalt-Wahltarif für Auszubildende

Am 14. 07.2011 hat der Verwaltungsrat der BKK Kassana der Beschlussvorlage zum 2. Nachtrag zur Satzung der Krankenversicherung zugestimmt. Ein wesentlicher Punkt der Satzungsänderung ist die Aufnahme eines speziellen Selbstbehalt- Wahltarifs für Auszubildende. Mit diesem Wahltarif erreicht die BKK Kassana eine Alleinstellung im Angebot dieser Zielgruppe. Dieser 2. Nachtrag wurde vom BVA mit Schreiben vom 19.08. 2011 genehmigt.

Der neue Selbstbehalt- Wahltarif für Azubis bedeutet, dass die Teilnehmer daran einen jährlichen Selbstbehalt von 160 EUR haben und dafür eine Prämie in Höhe von 150 EUR ausgezahlt bekommen. Diese Prämie wird im Voraus gezahlt. Wenn ein Azubi in den Wahltarif eintritt, wirkt die Wahl bereits ab dem Folgemonat. Der Wahltarif endet mit dem Monat, ab dem er kein Auszubildender mehr ist.

Voraussichtliche Rechengrößen der SV im Jahr 2012

Mit Stand vom 08.09.2011 wurde der Referentenentwurf der SV-Rechengrößenverordnung 2012 herausgegeben. Er sieht vor, dass die Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung auf 3.825 Euro monatlich (45.900 Euro pro Jahr) und die Versicherungspflichtgrenze auf 4.237,50 Euro monatlich (50.850 Euro pro jahr) angehoben wird. In der Renten- und Arbeistlosenversicherung soll die Beitragsbemessungsgrenze (West) auf 5.600 Euro monatlich (67.200 EUR pro Jahr) angehoben werden. Die Bezugsgröße (West) soll im nächsten Jahr monatlich 2.625 Euro (jährlich 31.500 Euro) betragen. Dagegen sollen die Bezugsgröße (Ost) (26.880 EUR) und die Beitragsbemessungsgrenzen (Ost) in der Renten- und Arbeitslosneversicherung (70.800 EUR) unverändert bleiben.

Was gibt es neues in Sachen BKK für Heilberufe?

Seit einigen Monaten sucht die angeschlagene BKK für Heilberufe einen Fusionspartner. Jetzt hat die ebenfalls in Düsseldorf ansässige BKK Essanelle ein neues Übernahmeangebot gemacht. Statt der bisher auf 30 Mio. EUR geschätzten Fusionshilfe wird aber eine deutlich höhere Summe aus dem BKK-Fonds gefordert, teilte die BKK Essanelle mit. Vor einigen Wochen hatte die BKK Essanelle eine Fusion noch nach Prüfung der Bilanzen abgelehnt. Es gibt aber auch noch 4 weitere BKKs, die an der Fusion interessiert sind, wenn die Bedingungen stimmen. Entschieden ist noch nichts.

Die Großfusion ist gescheitert

Die geplante Großfusion der IKK Südwest, AOK Saarland und AOK Rheinland-Pfalz ist gescheitert. Am 05.09.11 hat der Verwaltungsrat der IKK Südwest beschlossen, den Fusionsantrag zurückzuziehen. Hauptgrund ist, dass die Kassen sich über den zukünftigen Marktauftritt nicht einigen konnten.

Im Juli hatten die drei Krankenkassen die Fusion beschlossen und sich auf den Namen Gesundheitskasse Südwest geeinigt. Die neue Kasse sollte eine AOK- Krankenkasse werden, die IKK Südwest würde somit aus dem IKK- Verband austreten. Die AOks wollten, dass im zukünftigen Markenauftritt der Kasse das Logo der AOK enthalten sein würde. IKK-Chef Spaniol sieht das anders: „In der Satzung steht, dass wir Gesundheitskasse Südwest heißen. Wir sind nicht davon ausgegangen, dass dann nach zwei Jahren ein reinrassiges AOK-Logo dabeisteht.“

IKK- Chef Spaniol ist aber optimistisch, dass es noch eine Eingung geben wird. Er will jetzt noch einmal neu über die Fusion verhandeln.

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