Krankenkassen Kompakt

Daimler BKK zahlt 60 Euro Prämie für 2012

Die Daimler BKK hat mitgeteilt, dass sie ihren Mitgliedern eine Prämie in Höhe von 60 EUR auszahlen wird. Die Auszahlung für das Geschäftsjahr 2012 erfolgt im Frühjahr 2013. Mitglieder, die nicht das ganze Jahr 2012 bei der Daimler BKK versichert sind, erhalten einen anteiligen Betrag.

Die BKK begründet es damit, dass sie so gut gewirtschaftet hat, dass sie die erzielten Überschüsse an die Mitglieder zurückgeben kann. Seit Einführung des Gesundheitsfonds im Jahr 2009 hat die BKK ununterbrochen auf einen Zusatzbeitrag verzichtet. Ihre Finanzplanung ist solide und transparent, die Verwaltungskosten sind niedrig.

Allerdings ist die Daimler BKK nicht für alle geöffnet. Sie gilt als geschlossene Krankenkasse. Alle Daimlermitarbeiter, deren Ehepartner und familienversicherte Kinder, die eine Ausbildung oder ein Studium beginnen, können Mitglied werden.

Versicherte wollen kein Geld zurück, stimmt das wirklich?

Bei einer Umfrage der Techniker Krankenkasse haben sich die Versicherten gegen Prämienausschüttungen ausgesprochen. Nur 9 Prozent sprachen sich dafür aus, das Geld an die Versicherten zurückzuzahlen. Die meisten würden das Geld dafür einsetzen, die Beiträge zu stabilisieren oder die Leistungen  zu erhöhen.

Ist dies nur die Meinung der TK- Versicherten oder sind alle dieser Meinung. Die Betreiber vom Krankenkassenforum haben dazu eine aktuelle Umfrage eingestellt. Umfrage

Meldet euch an und votet mit. Wir sind gespannt, wie dort das Ergebnis aussieht und werden hier aktuell darüber berichten.

Die Krankenkassen sollen Beiträge zurückzahlen

Viele gesetzliche Krankenkassen haben im Vorjahr Überschüsse erwirtschaftet. Deshalb sagte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, dass die Kassen einen Teil der Beiträge an die Mitglieder zurückzahlen sollen. “Wenn wirklich alle Kassen, die es sich leisten können, etwas an ihre Mitglieder zurückzahlen, dann könnten davon einige Millionen gesetzlich Versicherte profitieren”, sagte der Daniel Bahr  im Interview mit der “Rheinischen Post”.

Zudem sei die Prämienausschüttung auch ein Wettbewerbsvorteil für die Krankenkassen, fügte Bahr seiner Forderung hinzu. Da bislang nur sehr wenige Krankenkassen davon  Gebrauch machten, erinnerte Bahr daran, dass diese Prämien auch gesetzlich vorgesehen seien.

Die Forderung des Ministers wurde inzwischen von Seiten der Krankenkassen abgelehnt. Florian Lanz, Sprecher des Spitzenverbandes der Krankenkassen, wies darauf hin, dass die Auszahlung von Prämien ebenso wie die Erhebung von Zusatzbeiträgen allein eine Entscheidung der Krankenkassen sind. Die Bundesregierung entscheidet lediglich über die Höhe des Beitragssatzes. “Jede Krankenkasse entscheidet das sehr sorgfältig und verantwortungsvoll, da braucht es keine Ermahnungen der Politik in die eine oder andere Richtung”, so Lanz.

 

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