Krankenkassen Kompakt

BKK VerbundPlus schüttet Prämie von 60 Euro jährlich aus

Gesundheitsminister Bahr hatte vor einigen Wochen bekannt gegeben, dass es größere Überschüsse im Gesundheitsfonds gibt. Deshalb hat er die Krankenkassen aufgefordert, Prämien an ihre Versicherten auszuzahlen. Bisher nutzten nur wenige Krankenkassen diese Möglichkeiten. Jetzt hat eine weitere Krankenkasse bekannt gegeben, dass sie rückwirkend für 2011 und auch für 2012 eine Prämie in Höhe von 60 Euro an ihre Mitglieder auszahlen wird. “Wir schütten für jeden, der 2011 seine Beiträge selbst gezahlt hat und das ganze Jahr bei uns versichert war, 60 Euro aus. Der Verrechnungsscheck wird Anfang April bei den Mitgliedern in den Briefkästen sein.”, sagte Frau Dagmar Stange-Pfalz, Vorstandsvorsitzende der BKK VerbundPlus, im exklusiven Interview mit krankenkassenRATGEBER.

Das komplette Interview mit Frau Stange-Pfalz finden Sie auf www.krankenkassenratgeber.de.

 

Fragen zur elektronischen Gesundheitskarte

In den letzten Wochen wurden viele Versicherte von Ihren Krankenkassen aufgefordert, einen Fragebogen auszufüllen und diesen zusammen mit einem Passbild zurückzuschicken. Daraus soll die neue elekt. Gesundheitskarte erstellt werden. Viele fragen sich, was das bringt und ob es auch sicher ist.

Wir beantwort deshalb die wichtigsten Fragen zur eGK:

Wann erhalten die Versicherten die eGK?

In den nächsten Monaten erhalten alle Versicherten Kartenanträge. Diese müssen möglichst schnell gemeinsam mit einem Passfoto an die Krankenkasse  zurückgesendet werden. Alternativ kann das Lichtbild auch digital per Internet-Upload übermittelt werden.

Was ist neu an der eGK?

Die eGK ist eine Weiterentwicklung der bisherigen Chipkarte und wird diese ersetzen. Sie dient in erster Linie zur Abrechnung von Gesundheitsleistungen beim Arzt oder im Krankenhaus. Eine Neuerungen ist das Foto des Versicherten auf der Vorderseite der Karte, mit dem diese besser vor Verwechslungen und Missbrauch geschützt ist.

Welche Möglichkeiten bietet die Gesundheitskarte zusätzlich?

Der neue intelligente Prozessorchip eermöglicht es, zukünftig Daten (z.B. Notfalldaten) freiwillig zu speichern und aktuell zu halten. Weitere Anwendungen und Funktionen können nach und nach ergänzt werden. Dazu gehören elektronische Patientenakte, Arzneimitteldokumentation und elektronischer Arztbrief. Außerdem plant der Gesetzgeber aktuell, dass ein Hinweis zur Organspendenbereitschaft vermerkt werden kann.

Wie sicher sind die Daten und wer bestimmt was gespeichert wird?

Bei den freiwilligen Funktionen entscheiden die Versicherten selbst, welche sie nutzen möchten. Sowohl der Arzt mit seinem Heilberufsausweis als auch der Patient  mit seiner eGK müssen die Daten freigeben. Damit ist garantiert, dass niemand ohne Einwilligung des Versicherten auf Informationen zugreifen kann. Zusätzlich ist das Verfahren durch eine PIN-Eingabe des Versicherten gesichert.

Was passiert, wenn Versicherte die Auforderung ihrer Kasse ignorieren und  kein Foto einreichen?

Die alten Karten verlieren auf  jedem Fall ihre Gültigkeit, entweder aufgrund ihres Ablaufdatums oder spätestens durch einen auf Bundesebene noch festzulegenden Stichtag. Irgendwann kann man also mit der bisherigen Karte keine Leistungen mehr in Anspruch nehmen. Deshalb ist es sinnvoll, der Aufforderung der Kasse nachzukommen.

 

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