Krankenkassen Kompakt

Fragen zur elektronischen Gesundheitskarte

In den letzten Wochen wurden viele Versicherte von Ihren Krankenkassen aufgefordert, einen Fragebogen auszufüllen und diesen zusammen mit einem Passbild zurückzuschicken. Daraus soll die neue elekt. Gesundheitskarte erstellt werden. Viele fragen sich, was das bringt und ob es auch sicher ist.

Wir beantwort deshalb die wichtigsten Fragen zur eGK:

Wann erhalten die Versicherten die eGK?

In den nächsten Monaten erhalten alle Versicherten Kartenanträge. Diese müssen möglichst schnell gemeinsam mit einem Passfoto an die Krankenkasse  zurückgesendet werden. Alternativ kann das Lichtbild auch digital per Internet-Upload übermittelt werden.

Was ist neu an der eGK?

Die eGK ist eine Weiterentwicklung der bisherigen Chipkarte und wird diese ersetzen. Sie dient in erster Linie zur Abrechnung von Gesundheitsleistungen beim Arzt oder im Krankenhaus. Eine Neuerungen ist das Foto des Versicherten auf der Vorderseite der Karte, mit dem diese besser vor Verwechslungen und Missbrauch geschützt ist.

Welche Möglichkeiten bietet die Gesundheitskarte zusätzlich?

Der neue intelligente Prozessorchip eermöglicht es, zukünftig Daten (z.B. Notfalldaten) freiwillig zu speichern und aktuell zu halten. Weitere Anwendungen und Funktionen können nach und nach ergänzt werden. Dazu gehören elektronische Patientenakte, Arzneimitteldokumentation und elektronischer Arztbrief. Außerdem plant der Gesetzgeber aktuell, dass ein Hinweis zur Organspendenbereitschaft vermerkt werden kann.

Wie sicher sind die Daten und wer bestimmt was gespeichert wird?

Bei den freiwilligen Funktionen entscheiden die Versicherten selbst, welche sie nutzen möchten. Sowohl der Arzt mit seinem Heilberufsausweis als auch der Patient  mit seiner eGK müssen die Daten freigeben. Damit ist garantiert, dass niemand ohne Einwilligung des Versicherten auf Informationen zugreifen kann. Zusätzlich ist das Verfahren durch eine PIN-Eingabe des Versicherten gesichert.

Was passiert, wenn Versicherte die Auforderung ihrer Kasse ignorieren und  kein Foto einreichen?

Die alten Karten verlieren auf  jedem Fall ihre Gültigkeit, entweder aufgrund ihres Ablaufdatums oder spätestens durch einen auf Bundesebene noch festzulegenden Stichtag. Irgendwann kann man also mit der bisherigen Karte keine Leistungen mehr in Anspruch nehmen. Deshalb ist es sinnvoll, der Aufforderung der Kasse nachzukommen.

 

Wechsel von der PKV in die GKV

Der “Spiegel” hat letzte Woche berichtet, dass immer mehr PKV- Versicherte zurück in die GKV wechseln. Die kommt in erster Linie deshalb, weil viele PKVs ihre Beiträge drastisch angehoben haben. Laut “Spiegel” kehren sogar viel mehr Kunden aus der PKV in die GKV zurück als umgekehrt.

Sowohl die TK als auch die  Barmer/GEK berichten davon, dass im Jahr 2011 viele Neuzugänge aus der PKV kamen. Der Überschuss lag bei der Barmer/GEK bei 27.600 Neukunden und bei der TK bei 41.000 Neukunden.

Dies scheint deutlich für die GKV zu sprechen.

Der Verband der Privaten Krankenversicherung hat aber deutlich andere Zahlen dargestellt.  In seiner aktuellen Pressemitteilung vom 09.01.12 erklärt der Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV), Volker Leienbach: „Jedes Jahr wechseln deutlich mehr Menschen aus der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in die Private Krankenversicherung als in umgekehrter Richtung. Gegenteilige Behauptungen sind absurd und nachweislich falsch. Wenn einzelne Vertreter gesetzlicher Krankenkassen versuchen, einen anderen Eindruck zu erwecken, ist das nicht seriös. Verschwiegen wird dabei die Zahl der gesetzlich Versicherten, die im selben Zeitraum in die Private Krankenversicherung streben. Tatsache ist: Der Saldo der Wanderungsbewegungen zwischen GKV und PKV zeigt Jahr für Jahr einen großen Abstand zu Gunsten der PKV. ”

Für 2011 gibt es zwar noch keine abschließende Zahlen, doch die Zwischenberichte zeigen, dass es da eher noch mehr Wechsler von der GKV zur PKV gegeben hat als umgekehrt.

“Von einem Abwanderungstrend kann also überhaupt nicht die Rede sein – das Gegenteil ist richtig.” Weiterhin lsitet der Verband der Privaten Krankenversicherung auf, wie hoch der Überschuss der Wechsler von der GKV zur PKV im Vergleich zum Wechsel von der PKV zur GKV ist.” sagt Leienbach.

In den letzten 5 Jahren gab es immer jeweils mehr Wechsler von der GKV zur PKV:

2006     + 140.800

2007     +   79.000

2008     +   93.000

2009     +  141.700

2010      +  74.500

Unschlüssige können sich hier über Vor- und Nachteile  GKV / PKV informieren.

 

BKK Wirtschaft & Finanzen erhöht Prämie für Ihre Versicherten auf 72 EUR

Die BKK Wirtschaft & Finanzen steht finanziell seht gut da und vergügt  bereits über die gesetzlich höchstmöglichen Rücklagen und Betriebsmittelreserven. deshalb ist sie auch im  Jahr 2012 wieder in der Lage, eine einkommensunabhängige Prämie an ihre Versicherten auszuzahlen. Wie BKK Vorstand Björn Hansen darlegt, wird die maximale Prämie mit 72 Euro zudem um 12 EUR höher sein im Jahr 2011. Da alle beitragspflichtigen Mitglieder der BKK Wirtschaft & Finanzen einen Anspruch auf die Prämie haben, ist eine Antragstellung nicht notwendig.

Und auch neue Mitglieder, die erst im Laufe des Jahres 2012 eintreten, gehen nicht leer aus. Sie erhalten Anfang 2013 eine anteilige Prämie in Höhe von 6 EUR je Monat ihrer Mitgliedschaft.

BKK Dr. Oetker ändert ihren Namen auf Heimatkrankenkasse

Ab dem 01.01 2012 ändert die BKK Dr. Oetker ihren Namen und wird künftig “Heimat Krankenkasse” heißen.  Mit diesem Schritt möchte die Kasse deutlich machen, dass sie eine eigenständige Betriebskrankenkasse ist und unterstreicht neben der regionalen Fokussierung die bundesweite Öffnung für Mitglieder aus ganz Deutschland. Die Versicherten der BKK Dr. Oetker dürfen sie sich auf ein noch größeres Leistungs- und Serviceangebot freuen. Die Mitglieder brauchen bis 2013 garantiert keinen Zusatzbeitrag bezahlen.
Seit der bundesweiten Öffnung im Jahr 2002 bietet die BKK seine Leistungen nicht nur regional, sondern bundesweit an. Die Umbenennung soll nun die Positionierung der Heimat Krankenkasse als konstanter, verlässlicher Gesundheitspartner stärken.

“Heimat, das ist ein Ort des Wohlbefindens, an dem es Menschen gibt, die füreinander da sind. Genau das wünschen sich viele Versicherte auch von ihrer Krankenkasse. Denn Gesundheit ist das höchste Gut, für das man einen verlässlichen Partner benötigt. Mit der Kombination des traditionsreichen Begriffs Heimat und unserem frischen neuen Erscheinungsbild stärken wir unsere Position als verlässliches und zugleich modernes Dienstleistungsunternehmen”, erläutert Klemens Kläsener, Vorstandsvorsitzender der Heimat Krankenkasse.
“Wir werden unsere Versicherten weiterhin so intensiv betreuen wie zuvor. Zugleich möchten wir deutlich zum Ausdruck bringen, dass bei uns auch neue Mitglieder aus allen Regionen und Unternehmen herzlich willkommen sind. Mit der Umbenennung in Heimat Krankenkasse wechseln wir zwar unseren Namen, nicht aber unser Wesen. Wir garantieren dafür, dass sich an unseren hohen Maßstäben in punkto Qualität und Verlässlichkeit auch künftig nichts ändern wird”, so Kläsener.

Ihren Wurzeln, der Oetker-Gruppe, bleibt die Heimat Krankenkasse weiterhin verbunden. “Dr. Oetker verdanken wir unsere gesunde Basis, mit der wir auch für die Zukunft optimal aufgestellt sind. Wir freuen uns auf einen weiterhin partnerschaftlichen Austausch”, bedankte sich Kläsener bei der Oetker-Gruppe. Richard Oetker, persönlich haftender Gesellschafter der Dr. August Oetker KG, begrüßt diese Entscheidung: “Wir verfolgen mit Stolz, wie stabil sich die BKK Dr. Oetker am Markt entwickelt hat. Die Etablierung eines eigenständigen Namens ist der nächste logische Schritt in ihrer Erfolgsgeschichte.”

Quelle: BKK Dr. Oetker

BKK für Heilberufe steht vor dem Aus

Nach dem die Verhandlungen mit der AOK Rheinland/Hamburg geplatzt sind, steht die BKK für Heilberufe nun endgültig vor der Insolvenz. Zuvor war schon die Fusion mit der BKK Vor Ort gescheitert. Außerdem sind die Betriebskrankenkassen insgesamt nicht bereit, eine ausreichende Beihilfe zu geben.

Bis zum 26.10. läuft das Anhörungsverfahren durch das Bundesversicherungsamt. Wenn bis dahin nicht doch noch überraschend ein neuer Fusionspartner auftaucht, wird das Amt die BKK für Heilberufe zum 31.12.2011 schließen. Wenn der Schließungsbescheid vorliegt, wird die BKK alle ihre Mitglieder anschreiben, damit sie sich in den letzten beiden Monaten eine neue Krankenkasse suchen können. Auch wenn es bei der im Monat 06/11 geschlossenene Krankenkasse City BKK bei vielen Mitgliedern Probleme gab, da einige Kassen sie abwimmelten, gibt von Gesetz wegen, dass alle gesetzlichen Kassen verpflichtet sind, neue Mitglieder aufzunehmen – unabhängig von deren Alter und Gesundheit. (Leserfrage)

DAK-Gesundheit

Zum 01.01.2012 wird es eine neue Krankenkasse geben, die DAK-Gesundheit. Sie entsteht durch die Fusion der DAK mit der BKK Gesundheit. Der Zusammenschluss führt zu mehr Wirtschaftlichkeit und mehr Qualität. Die neue DAK-Gesundheit wird 6,6 Mio. Versicherte haben. Davon kommen 5,5 Mio. von der DAK und 1,0 Mio. von der BKK Gesundheit. Die Fusion gelingt im 2. Anlauf, nachdem sie zunächst gescheitert war. Durch die Fusion festigt die DAK Ihre Position als drittgrößte Krankenkasse.
Die 10 größten Krankenkassen sind:
1. Barmer-GEK
2. TK
3. DAK-Gesundheit
4. AOK Bayern
5. AOK Baden-Württemberg
6. IKK Classic
7. AOK Rheinland /Hamburg
8./9. AOK Nordwest und AOK Plus
10. AOK Niedersachsen

Fusion der BKK für Heilberufe mit der BKK vor Ort geplatzt

Die Fusion der BKK für Heilberufe mit der BKK vor Ort ist nun doch gescheitet. Der Fusionspartner BKK vor Ort ist abgesprungen. Eine Schließung der BKK für Heilberufe wird somit immer wahrscheinlicher.
Nach genauer Einsicht der Unterlagen der BKK für Heilberufe ist der Finanzbedarf wesentlich höher als bisher dargestellt. Einige Mitglieder im Verbund der Betriebskrankenkassen sind nicht bereit, bedingungslose Finanzhilfen zu stellen.
Nun kommen alle Beteiligten erheblich unter Zeitdruck, wenn eine Schließung der BKK für Heilberufe noch verhindert werden soll. Das Bundesversicherungsamt will den Schließungsbescheid für die BKK für Heilberufe am 02.11.2011 zum 31.12.2011 erstellen, wenn bis dahin keine BKK- Fusionshilfe geleistet wird.
Seit Monaten versucht die BKK für Heilberufe, einen Fusionspartner zu finden. Viele BKKs wollen eine Insolvenz der BKK auf Grund der schlechten Erfahrungen mit der City BKK verhindern. Einige sind aber nicht bereit, weiteres Geld bereitzustellen. Im BKK- Lager gibt es Abstimmungskriterien, wonach alle zustimmen müssen, so dass einige wenige BKKs eine Fusionshilfe blockieren und damit eine Schließung erzwingen könnten.

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