Krankenkassen Kompakt

Wechsel von der PKV in die GKV

Der “Spiegel” hat letzte Woche berichtet, dass immer mehr PKV- Versicherte zurück in die GKV wechseln. Die kommt in erster Linie deshalb, weil viele PKVs ihre Beiträge drastisch angehoben haben. Laut “Spiegel” kehren sogar viel mehr Kunden aus der PKV in die GKV zurück als umgekehrt.

Sowohl die TK als auch die  Barmer/GEK berichten davon, dass im Jahr 2011 viele Neuzugänge aus der PKV kamen. Der Überschuss lag bei der Barmer/GEK bei 27.600 Neukunden und bei der TK bei 41.000 Neukunden.

Dies scheint deutlich für die GKV zu sprechen.

Der Verband der Privaten Krankenversicherung hat aber deutlich andere Zahlen dargestellt.  In seiner aktuellen Pressemitteilung vom 09.01.12 erklärt der Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV), Volker Leienbach: „Jedes Jahr wechseln deutlich mehr Menschen aus der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in die Private Krankenversicherung als in umgekehrter Richtung. Gegenteilige Behauptungen sind absurd und nachweislich falsch. Wenn einzelne Vertreter gesetzlicher Krankenkassen versuchen, einen anderen Eindruck zu erwecken, ist das nicht seriös. Verschwiegen wird dabei die Zahl der gesetzlich Versicherten, die im selben Zeitraum in die Private Krankenversicherung streben. Tatsache ist: Der Saldo der Wanderungsbewegungen zwischen GKV und PKV zeigt Jahr für Jahr einen großen Abstand zu Gunsten der PKV. ”

Für 2011 gibt es zwar noch keine abschließende Zahlen, doch die Zwischenberichte zeigen, dass es da eher noch mehr Wechsler von der GKV zur PKV gegeben hat als umgekehrt.

“Von einem Abwanderungstrend kann also überhaupt nicht die Rede sein – das Gegenteil ist richtig.” Weiterhin lsitet der Verband der Privaten Krankenversicherung auf, wie hoch der Überschuss der Wechsler von der GKV zur PKV im Vergleich zum Wechsel von der PKV zur GKV ist.” sagt Leienbach.

In den letzten 5 Jahren gab es immer jeweils mehr Wechsler von der GKV zur PKV:

2006     + 140.800

2007     +   79.000

2008     +   93.000

2009     +  141.700

2010      +  74.500

Unschlüssige können sich hier über Vor- und Nachteile  GKV / PKV informieren.

 

KKH-Allianz schafft den Zusatzbeitrag ab

Für alle Mitglieder der KKH-Allianz gibt es jetzt eine gute Nachricht kurz vor den Feiertagen. Der Verwaltungsrat der Krankenkasse hat nämlich den Haushaltsplan für das Jahr 2012 verabschiedet und darin wurde beschlossen, dass der Zusatzbeitrag zum 01.04.2012 abgeschafft wird. Das Leistungsspektrum bleibt aber weiterhin in vollem Umfang erhalten.

Durch Einsparungen auf der Ausgabenseite sowie verbesserte Einnahmesituation kann zum Jahresende ein Finanzpolster von ca. 140 Mio EUR aufgebaut werden, so dass die KKH-Allianz im nächsten Jahr auf den Zusatzbeitrag verzichten kann.

BKK Wirtschaft & Finanzen erhöht Prämie für Ihre Versicherten auf 72 EUR

Die BKK Wirtschaft & Finanzen steht finanziell seht gut da und vergügt  bereits über die gesetzlich höchstmöglichen Rücklagen und Betriebsmittelreserven. deshalb ist sie auch im  Jahr 2012 wieder in der Lage, eine einkommensunabhängige Prämie an ihre Versicherten auszuzahlen. Wie BKK Vorstand Björn Hansen darlegt, wird die maximale Prämie mit 72 Euro zudem um 12 EUR höher sein im Jahr 2011. Da alle beitragspflichtigen Mitglieder der BKK Wirtschaft & Finanzen einen Anspruch auf die Prämie haben, ist eine Antragstellung nicht notwendig.

Und auch neue Mitglieder, die erst im Laufe des Jahres 2012 eintreten, gehen nicht leer aus. Sie erhalten Anfang 2013 eine anteilige Prämie in Höhe von 6 EUR je Monat ihrer Mitgliedschaft.

BKK Dr. Oetker ändert ihren Namen auf Heimatkrankenkasse

Ab dem 01.01 2012 ändert die BKK Dr. Oetker ihren Namen und wird künftig “Heimat Krankenkasse” heißen.  Mit diesem Schritt möchte die Kasse deutlich machen, dass sie eine eigenständige Betriebskrankenkasse ist und unterstreicht neben der regionalen Fokussierung die bundesweite Öffnung für Mitglieder aus ganz Deutschland. Die Versicherten der BKK Dr. Oetker dürfen sie sich auf ein noch größeres Leistungs- und Serviceangebot freuen. Die Mitglieder brauchen bis 2013 garantiert keinen Zusatzbeitrag bezahlen.
Seit der bundesweiten Öffnung im Jahr 2002 bietet die BKK seine Leistungen nicht nur regional, sondern bundesweit an. Die Umbenennung soll nun die Positionierung der Heimat Krankenkasse als konstanter, verlässlicher Gesundheitspartner stärken.

“Heimat, das ist ein Ort des Wohlbefindens, an dem es Menschen gibt, die füreinander da sind. Genau das wünschen sich viele Versicherte auch von ihrer Krankenkasse. Denn Gesundheit ist das höchste Gut, für das man einen verlässlichen Partner benötigt. Mit der Kombination des traditionsreichen Begriffs Heimat und unserem frischen neuen Erscheinungsbild stärken wir unsere Position als verlässliches und zugleich modernes Dienstleistungsunternehmen”, erläutert Klemens Kläsener, Vorstandsvorsitzender der Heimat Krankenkasse.
“Wir werden unsere Versicherten weiterhin so intensiv betreuen wie zuvor. Zugleich möchten wir deutlich zum Ausdruck bringen, dass bei uns auch neue Mitglieder aus allen Regionen und Unternehmen herzlich willkommen sind. Mit der Umbenennung in Heimat Krankenkasse wechseln wir zwar unseren Namen, nicht aber unser Wesen. Wir garantieren dafür, dass sich an unseren hohen Maßstäben in punkto Qualität und Verlässlichkeit auch künftig nichts ändern wird”, so Kläsener.

Ihren Wurzeln, der Oetker-Gruppe, bleibt die Heimat Krankenkasse weiterhin verbunden. “Dr. Oetker verdanken wir unsere gesunde Basis, mit der wir auch für die Zukunft optimal aufgestellt sind. Wir freuen uns auf einen weiterhin partnerschaftlichen Austausch”, bedankte sich Kläsener bei der Oetker-Gruppe. Richard Oetker, persönlich haftender Gesellschafter der Dr. August Oetker KG, begrüßt diese Entscheidung: “Wir verfolgen mit Stolz, wie stabil sich die BKK Dr. Oetker am Markt entwickelt hat. Die Etablierung eines eigenständigen Namens ist der nächste logische Schritt in ihrer Erfolgsgeschichte.”

Quelle: BKK Dr. Oetker

BKK für Heilberufe wird zum Jahresende geschlossen

Nach der City BKK steht nun die zweite gesetzliche Krankenkasse vor dem Ende. Das Bundesversicherungsamt (BVA) wird die BKK für Heilberufe zum Jahresende schließen. BVA-Präsident Maximilian Gaßner hatte gestern mitgeteilt, dass Sanierungsmaßnahmen  letztlich nicht zum Erfolg führen würden. Die Versicherten können nun in jede andere gesetzliche Krankenkasse wechseln, die in dem Bundesland, in dem sie wohnen oder arbeiten, geöffnet ist.

Für die Versicherten ist Panik unbegründet, da die anderen gesetzlichen Kassen  verpflichtet sind, alle Interessenten aufzunehmen. „Sollte es wieder Krankenkassen geben, die sich rechtswidrig verhalten und versuchen, Versicherte abzuwimmeln, wird das BVA mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln hiergegen vorgehen“, kündigte Gaßner an. Die Wahl einer neuen Kasse ist bis Mitte Januar 2012 möglich. Hier findet man eine Auflistung von Krankenkassen, die bereits jetzt einen Zusatzbeitrag für 2012 ausschließen oder sogar eine Prämie auszahlen.

BKK für Heilberufe steht vor dem Aus

Nach dem die Verhandlungen mit der AOK Rheinland/Hamburg geplatzt sind, steht die BKK für Heilberufe nun endgültig vor der Insolvenz. Zuvor war schon die Fusion mit der BKK Vor Ort gescheitert. Außerdem sind die Betriebskrankenkassen insgesamt nicht bereit, eine ausreichende Beihilfe zu geben.

Bis zum 26.10. läuft das Anhörungsverfahren durch das Bundesversicherungsamt. Wenn bis dahin nicht doch noch überraschend ein neuer Fusionspartner auftaucht, wird das Amt die BKK für Heilberufe zum 31.12.2011 schließen. Wenn der Schließungsbescheid vorliegt, wird die BKK alle ihre Mitglieder anschreiben, damit sie sich in den letzten beiden Monaten eine neue Krankenkasse suchen können. Auch wenn es bei der im Monat 06/11 geschlossenene Krankenkasse City BKK bei vielen Mitgliedern Probleme gab, da einige Kassen sie abwimmelten, gibt von Gesetz wegen, dass alle gesetzlichen Kassen verpflichtet sind, neue Mitglieder aufzunehmen – unabhängig von deren Alter und Gesundheit. (Leserfrage)

DAK-Gesundheit

Zum 01.01.2012 wird es eine neue Krankenkasse geben, die DAK-Gesundheit. Sie entsteht durch die Fusion der DAK mit der BKK Gesundheit. Der Zusammenschluss führt zu mehr Wirtschaftlichkeit und mehr Qualität. Die neue DAK-Gesundheit wird 6,6 Mio. Versicherte haben. Davon kommen 5,5 Mio. von der DAK und 1,0 Mio. von der BKK Gesundheit. Die Fusion gelingt im 2. Anlauf, nachdem sie zunächst gescheitert war. Durch die Fusion festigt die DAK Ihre Position als drittgrößte Krankenkasse.
Die 10 größten Krankenkassen sind:
1. Barmer-GEK
2. TK
3. DAK-Gesundheit
4. AOK Bayern
5. AOK Baden-Württemberg
6. IKK Classic
7. AOK Rheinland /Hamburg
8./9. AOK Nordwest und AOK Plus
10. AOK Niedersachsen

Fusion der BKK für Heilberufe mit der BKK vor Ort geplatzt

Die Fusion der BKK für Heilberufe mit der BKK vor Ort ist nun doch gescheitet. Der Fusionspartner BKK vor Ort ist abgesprungen. Eine Schließung der BKK für Heilberufe wird somit immer wahrscheinlicher.
Nach genauer Einsicht der Unterlagen der BKK für Heilberufe ist der Finanzbedarf wesentlich höher als bisher dargestellt. Einige Mitglieder im Verbund der Betriebskrankenkassen sind nicht bereit, bedingungslose Finanzhilfen zu stellen.
Nun kommen alle Beteiligten erheblich unter Zeitdruck, wenn eine Schließung der BKK für Heilberufe noch verhindert werden soll. Das Bundesversicherungsamt will den Schließungsbescheid für die BKK für Heilberufe am 02.11.2011 zum 31.12.2011 erstellen, wenn bis dahin keine BKK- Fusionshilfe geleistet wird.
Seit Monaten versucht die BKK für Heilberufe, einen Fusionspartner zu finden. Viele BKKs wollen eine Insolvenz der BKK auf Grund der schlechten Erfahrungen mit der City BKK verhindern. Einige sind aber nicht bereit, weiteres Geld bereitzustellen. Im BKK- Lager gibt es Abstimmungskriterien, wonach alle zustimmen müssen, so dass einige wenige BKKs eine Fusionshilfe blockieren und damit eine Schließung erzwingen könnten.

BKK VBU und BKK futur fusionieren zum 01.01.12

Zum 01.01.12 wollen die BKK VBU und die BKK futur fusionieren. Die neue Krankenkasse wird den Namen BKK VBU tragen und wird keinen Zusatzbeitrag erheben Das beschlossen gestern einstimmig die Verwaltungsräte beider Kassen.
Mit der Fusion wird die BKK VBU zu den 30 größten Krankenkassen Deutschlands gehören. Sie ist bundesweit geöffnet.

„Dabei bleibt unser Versprechen, mindestens bis 2013 ohne Zusatzbeitrag auszukommen, selbstverständlich auch nach dem Zusammenschluss bestehen. Während immer mehr Krankenkassen Zusatzbeiträge von ihren Versicherten verlangen müssen oder sogar von der Insolvenz bedroht sind, bauen wir unser attraktives Leistungsangebot noch weiter aus“, sagte Andrea Galle, Vorstand der BKK VBU.

Alle Versicherten der neuen BKK VBU werden ab 01.01.12 von den attraktiven Zusatzleistungen wie z.B. dem Bonusprogramm „Gesund leben zahlt sich aus“ mit bis zu 280 Euro profilieren.
Die neue BKK wird rund 400.000 Versicherte an 30 Standorten bundesweit betreuen.

BKK Kassana mit Selbstbehalt-Wahltarif für Auszubildende

Am 14. 07.2011 hat der Verwaltungsrat der BKK Kassana der Beschlussvorlage zum 2. Nachtrag zur Satzung der Krankenversicherung zugestimmt. Ein wesentlicher Punkt der Satzungsänderung ist die Aufnahme eines speziellen Selbstbehalt- Wahltarifs für Auszubildende. Mit diesem Wahltarif erreicht die BKK Kassana eine Alleinstellung im Angebot dieser Zielgruppe. Dieser 2. Nachtrag wurde vom BVA mit Schreiben vom 19.08. 2011 genehmigt.

Der neue Selbstbehalt- Wahltarif für Azubis bedeutet, dass die Teilnehmer daran einen jährlichen Selbstbehalt von 160 EUR haben und dafür eine Prämie in Höhe von 150 EUR ausgezahlt bekommen. Diese Prämie wird im Voraus gezahlt. Wenn ein Azubi in den Wahltarif eintritt, wirkt die Wahl bereits ab dem Folgemonat. Der Wahltarif endet mit dem Monat, ab dem er kein Auszubildender mehr ist.

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