Krankenkassen Kompakt

BKK für Heilberufe wird zum Jahresende geschlossen

Nach der City BKK steht nun die zweite gesetzliche Krankenkasse vor dem Ende. Das Bundesversicherungsamt (BVA) wird die BKK für Heilberufe zum Jahresende schließen. BVA-Präsident Maximilian Gaßner hatte gestern mitgeteilt, dass Sanierungsmaßnahmen  letztlich nicht zum Erfolg führen würden. Die Versicherten können nun in jede andere gesetzliche Krankenkasse wechseln, die in dem Bundesland, in dem sie wohnen oder arbeiten, geöffnet ist.

Für die Versicherten ist Panik unbegründet, da die anderen gesetzlichen Kassen  verpflichtet sind, alle Interessenten aufzunehmen. „Sollte es wieder Krankenkassen geben, die sich rechtswidrig verhalten und versuchen, Versicherte abzuwimmeln, wird das BVA mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln hiergegen vorgehen“, kündigte Gaßner an. Die Wahl einer neuen Kasse ist bis Mitte Januar 2012 möglich. Hier findet man eine Auflistung von Krankenkassen, die bereits jetzt einen Zusatzbeitrag für 2012 ausschließen oder sogar eine Prämie auszahlen.

BKK für Heilberufe steht vor dem Aus

Nach dem die Verhandlungen mit der AOK Rheinland/Hamburg geplatzt sind, steht die BKK für Heilberufe nun endgültig vor der Insolvenz. Zuvor war schon die Fusion mit der BKK Vor Ort gescheitert. Außerdem sind die Betriebskrankenkassen insgesamt nicht bereit, eine ausreichende Beihilfe zu geben.

Bis zum 26.10. läuft das Anhörungsverfahren durch das Bundesversicherungsamt. Wenn bis dahin nicht doch noch überraschend ein neuer Fusionspartner auftaucht, wird das Amt die BKK für Heilberufe zum 31.12.2011 schließen. Wenn der Schließungsbescheid vorliegt, wird die BKK alle ihre Mitglieder anschreiben, damit sie sich in den letzten beiden Monaten eine neue Krankenkasse suchen können. Auch wenn es bei der im Monat 06/11 geschlossenene Krankenkasse City BKK bei vielen Mitgliedern Probleme gab, da einige Kassen sie abwimmelten, gibt von Gesetz wegen, dass alle gesetzlichen Kassen verpflichtet sind, neue Mitglieder aufzunehmen – unabhängig von deren Alter und Gesundheit. (Leserfrage)

Fusion der BKK für Heilberufe mit der BKK vor Ort geplatzt

Die Fusion der BKK für Heilberufe mit der BKK vor Ort ist nun doch gescheitet. Der Fusionspartner BKK vor Ort ist abgesprungen. Eine Schließung der BKK für Heilberufe wird somit immer wahrscheinlicher.
Nach genauer Einsicht der Unterlagen der BKK für Heilberufe ist der Finanzbedarf wesentlich höher als bisher dargestellt. Einige Mitglieder im Verbund der Betriebskrankenkassen sind nicht bereit, bedingungslose Finanzhilfen zu stellen.
Nun kommen alle Beteiligten erheblich unter Zeitdruck, wenn eine Schließung der BKK für Heilberufe noch verhindert werden soll. Das Bundesversicherungsamt will den Schließungsbescheid für die BKK für Heilberufe am 02.11.2011 zum 31.12.2011 erstellen, wenn bis dahin keine BKK- Fusionshilfe geleistet wird.
Seit Monaten versucht die BKK für Heilberufe, einen Fusionspartner zu finden. Viele BKKs wollen eine Insolvenz der BKK auf Grund der schlechten Erfahrungen mit der City BKK verhindern. Einige sind aber nicht bereit, weiteres Geld bereitzustellen. Im BKK- Lager gibt es Abstimmungskriterien, wonach alle zustimmen müssen, so dass einige wenige BKKs eine Fusionshilfe blockieren und damit eine Schließung erzwingen könnten.

Was gibt es neues in Sachen BKK für Heilberufe?

Seit einigen Monaten sucht die angeschlagene BKK für Heilberufe einen Fusionspartner. Jetzt hat die ebenfalls in Düsseldorf ansässige BKK Essanelle ein neues Übernahmeangebot gemacht. Statt der bisher auf 30 Mio. EUR geschätzten Fusionshilfe wird aber eine deutlich höhere Summe aus dem BKK-Fonds gefordert, teilte die BKK Essanelle mit. Vor einigen Wochen hatte die BKK Essanelle eine Fusion noch nach Prüfung der Bilanzen abgelehnt. Es gibt aber auch noch 4 weitere BKKs, die an der Fusion interessiert sind, wenn die Bedingungen stimmen. Entschieden ist noch nichts.

pronova BKK prüft Fusion mit der BKK für Heilberufe

In den letzten Wochen wurde innerhalb des BKK-Systems nach einem möglichen Fusionspartner für die BKK für Heilberufe gesucht. Die pronova BKK hat hat nun unter Vorbehalt der Zustimmung des Verwaltungsrates ein vorläufiges Angebot zur Fusion mit der BKK für Heilberufe abgegeben. Eine mögliche Fusion wird abhängig von der Erfüllung bestimmter Bedingungen gemacht, unter anderen der finanziellen Unterstützung im Rahmen einer Fusionsbeihilfe durch das BKK-System. Bei einer angemessenen Unterstützung des BKK-Systems sieht sich die pronova BKK in der Lage, den rund 120.000 Versicherten der BKK für Heilberufe eine sichere und starke Krankenkassenzukunft anzubieten.

“Die pronova BKK erhebt keinen Zusatzbeitrag. Eine Fusion mit einer anderen BKK ist daher nur darstellbar, wenn auch nach einer Fusion die pronova BKK in 2012 keinen Zusatzbeitrag erheben muss”, betont Lutz Kaiser, Vorstand der pronova BKK.

In den kommenden Wochen werden die noch laufenden Berechnungen abgeschlossenen. Sollten die Rahmenbedingungen zu einer Fusion erfüllt werden, entscheiden die Verwaltungsräte der Selbstverwaltung.

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