Krankenkassen Kompakt

BKK für Heilberufe steht vor dem Aus

Nach dem die Verhandlungen mit der AOK Rheinland/Hamburg geplatzt sind, steht die BKK für Heilberufe nun endgültig vor der Insolvenz. Zuvor war schon die Fusion mit der BKK Vor Ort gescheitert. Außerdem sind die Betriebskrankenkassen insgesamt nicht bereit, eine ausreichende Beihilfe zu geben.

Bis zum 26.10. läuft das Anhörungsverfahren durch das Bundesversicherungsamt. Wenn bis dahin nicht doch noch überraschend ein neuer Fusionspartner auftaucht, wird das Amt die BKK für Heilberufe zum 31.12.2011 schließen. Wenn der Schließungsbescheid vorliegt, wird die BKK alle ihre Mitglieder anschreiben, damit sie sich in den letzten beiden Monaten eine neue Krankenkasse suchen können. Auch wenn es bei der im Monat 06/11 geschlossenene Krankenkasse City BKK bei vielen Mitgliedern Probleme gab, da einige Kassen sie abwimmelten, gibt von Gesetz wegen, dass alle gesetzlichen Kassen verpflichtet sind, neue Mitglieder aufzunehmen – unabhängig von deren Alter und Gesundheit. (Leserfrage)

Fusion der BKK für Heilberufe mit der BKK vor Ort geplatzt

Die Fusion der BKK für Heilberufe mit der BKK vor Ort ist nun doch gescheitet. Der Fusionspartner BKK vor Ort ist abgesprungen. Eine Schließung der BKK für Heilberufe wird somit immer wahrscheinlicher.
Nach genauer Einsicht der Unterlagen der BKK für Heilberufe ist der Finanzbedarf wesentlich höher als bisher dargestellt. Einige Mitglieder im Verbund der Betriebskrankenkassen sind nicht bereit, bedingungslose Finanzhilfen zu stellen.
Nun kommen alle Beteiligten erheblich unter Zeitdruck, wenn eine Schließung der BKK für Heilberufe noch verhindert werden soll. Das Bundesversicherungsamt will den Schließungsbescheid für die BKK für Heilberufe am 02.11.2011 zum 31.12.2011 erstellen, wenn bis dahin keine BKK- Fusionshilfe geleistet wird.
Seit Monaten versucht die BKK für Heilberufe, einen Fusionspartner zu finden. Viele BKKs wollen eine Insolvenz der BKK auf Grund der schlechten Erfahrungen mit der City BKK verhindern. Einige sind aber nicht bereit, weiteres Geld bereitzustellen. Im BKK- Lager gibt es Abstimmungskriterien, wonach alle zustimmen müssen, so dass einige wenige BKKs eine Fusionshilfe blockieren und damit eine Schließung erzwingen könnten.

21 Krankenkassen schließen bereits jetzt einen Zusatzbeitrag 2012 aus

Während einige Krankenkassen weiterhin in erheblichen finanziellen Schweirigkeiten sind, die sie nur durch die Erhebung von Zusatzbeiträgen ausgleichen können bzw. es bereits eine Insolvenz gegeben hat (City BKK) schließen andere aus, dass Sie 2012 einen Zusatzbeitrag erheben werden. Die hkk gerantiert Ihren Versicherten sogar, auch im Jahr 2012 eine Prämie auszuzahlen.
Folgende 21 Krankenkassen schließen jetzt schon einen Zusatzbeitrag für 2012 aus:

hkk
atlas BKK ahlmann
BKK Essanelle
BKK exklusiv
BKK Euregio
BKK Gildemeister Seidensticker
BKK Herkules
BKK Scheufelen
BKK VBU
BKK VDN
BKK WERRA-MEISSNER
BKK Dr. Oetker
BKK Herford Minden Ravensberg
Bergische Krankenkasse
BKK ALP plus
BKK firmus
BKK Mobil Oil
BKK vor Ort
Die Schwenninger Krankenkasse
IKK classic
Techniker Krankenkasse

BKK vor Ort und Dräger & Hanse BKK fusionieren zum 01.04.2011

Die BKK vor Ort  und die Dräger & Hanse BKK werden zum 01.04.2011 miteinander fusionieren. Das haben die Verwaltungsräte beider Kassen übereinstimmend beschlossen. Die Fusion bedarf noch der Zustimmung des Bundesversicherungsamtes.

„Mit dieser Fusion sichern die Selbstverwaltungen in einem schwierigen gesundheits­politischen Umfeld eine starke Krankenkasse für die Zukunft ab. Beide Partner passen zueinander. Sie stehen finanziell und organisatorisch auf einem gesunden und soliden Fundament, dies wird auch künftig einen Mehrwert für die Kunden bringen“, betont Klaus-Peter Hennig, alternierender Verwaltungsratsvorsitzender der BKK vor Ort. „Durch die Zusammenlegung der Ressourcen können wir – auf der Basis der aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen – davon ausgehen, dass wir auch im Jahr 2012 ohne Zusatzbeitrag auskommen werden.“

„Im Zuge der Fusion werden keine Standorte aufgegeben, es kommen vielmehr neue hinzu. Ebenso freuen wir uns, dass alle Beschäftigten übernommen werden und wir somit 1.500 Menschen einen sicheren und guten Arbeitsplatz bieten können“, so Ludger Hamers, Verwaltungsratsvorsitzender der BKK vor Ort.

In der fusionierten BKK vor Ort werden die Kunden an 70 Standorten betreut. Der Sitz der Kasse und die Hauptverwaltung wird in Bochum sein. Der Name wird BKK vor Ort sein .

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