Krankenkassen Kompakt

DAK-Gesundheit

Zum 01.01.2012 wird es eine neue Krankenkasse geben, die DAK-Gesundheit. Sie entsteht durch die Fusion der DAK mit der BKK Gesundheit. Der Zusammenschluss führt zu mehr Wirtschaftlichkeit und mehr Qualität. Die neue DAK-Gesundheit wird 6,6 Mio. Versicherte haben. Davon kommen 5,5 Mio. von der DAK und 1,0 Mio. von der BKK Gesundheit. Die Fusion gelingt im 2. Anlauf, nachdem sie zunächst gescheitert war. Durch die Fusion festigt die DAK Ihre Position als drittgrößte Krankenkasse.
Die 10 größten Krankenkassen sind:
1. Barmer-GEK
2. TK
3. DAK-Gesundheit
4. AOK Bayern
5. AOK Baden-Württemberg
6. IKK Classic
7. AOK Rheinland /Hamburg
8./9. AOK Nordwest und AOK Plus
10. AOK Niedersachsen

DAK Gesundheit

Die DAK und BKK Gesundheit wollen erneut eine Fusion anstreben, nach dem die Fusionsverhandlungen im Vorjahr gescheitet sind. Dies teilten die Sprecher beider Kassen letzte Woche mit. Sollten die Vertragsverhandlungen erfolgreich verlaufen wollen die Verwaltungsräte der Kassen über die Fusion bis zum Jahresende entscheiden. Bei Krankenkassen müssen seit Anfang vergangenen Jahres einen Zusatzbeitrag erheben und haben seit dem schon viele Mitglieder verloren. Die DAK hat ca. 5,8 Millionen Versicherte und die BKK Gesundheit ca. 1,0 Millionen. Damit würde die Krankenkassen nach der Fusion die drittgrößte Krankenkasse nach der Barmer GEK und Techniker Krankenkasse bleiben. Der neue Name der Krankenkasse könnte DAK Gesundheit lauten. Bereits bei den ersten Verhandlungen wurde dieser Name als Arbeitstitel verwandt.

Zusatzbeiträge von drei Versicherten der DAK unwirksam

Die DAK verlangt seit 02/10 von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag in Höhe von 8,00 EUR im Monat. Bedingung für die Erhebung von Zusatzbeiträgen ist es, dass die Krankenkassen ihre Mitglieder rechtzeitig über das damit verbundene Sonderkündigungsrecht informieren. Das Sozialgericht Berlin hat nun in erster Instanz entschieden, dass die Erhebung des Zusatzbeitrags der DAK unwirksam war, weil die Krankenkasse ihre Mitglieder nicht deutlich genug auf ihr Sonderkündigungsrecht hingewiesen hat. Drei Mitglieder der DAK hatten geklagt, nachdem ihr Widerspruch gegen die Erhebung des Zusatzbeitrages erfolglos geblieben war. Das Sozialgericht gab den Klägern zum Teil recht. Zwischen 02/10 und 11/10 bzw. 12/10 seien sie nicht zur Zahlung der 8,00 EUR pro Monat verpflichtet, da die Kläger erst im November bzw. Dezember deutlich auf ihr Sonderkündigungsrecht hingewiesen worden und somit erst ab diesem Zeitpunkt sie die Zusatzbeiträge zahlen müssen.

Allerdings weist die DAK darauf hin, dass dieses Urteil keine grundsätzliche Bedeutung hat und nicht auf alle Versicherten übertragbar ist. Es betrifft nur die drei Kläger in den konkreten Verfahren vor dem Sozialgericht Berlin. Außerdem ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Andere Sozialgerichte hatten die Informationspraxis der DAK nicht beanstandet.

DAK Gesundheit

Wie die Bildzeitung berichtet, könnte es im nächsten Jahr eine neue Krankenkasse mit Namen DAK Gesundheit geben. Nach dem die Fusionsgespräche im letzten Jahr abgebrochen wurden, verhandeln die beiden großen gesetzlichen Krankenkassen DAK und BKK Gesundheit wieder über eine Fusion. Durch den Zusammenschluss würde mit ca. 7 Millionen Versicherten eine der größten Krankenkassen Deutschlands entstehen.

Allerdings berichtet gestern das Handelsblatt, dass es laut DAK keine Gespräche gibt. „Es gibt zurzeit keine Fusionsgespräche“, sagte dazu der DAK-Sprecher Jörg Bodanowitz .

Es bleibt also weiterhin spannend und wir werden über die aktuelle Entwicklung berichten.

DAK muss sparen

Seit Anfang 2010 verlangt die DAK von ihren Versicherten einen Zusatzbeitrag in Höhe von 8,00 EUR im Monat. In erster Linie wegen der Erhebung des Zusatzbeitrages hat die DAK im letzten Jahr viele Mitgliedern verloren und ihre Rücklagen sind fast aufgebraucht. In der Presse wurde sogar davon gesprochen, dass das Bundesversicherungsamt die DAK aufgefordert hat, entsprechende Maßnahmen einzuleiten, in dem sie die Zusatzbeiträge angehoben und die Personalkosten senken soll.

Das Bundesversicherungsamt hat jetzt aber  in einer Pressemitteilung klargestellt, dass es weder die Erhöhung des Zusatzbeitrags noch andere Maßnahmen von der DAK verlangt. Die DAK ist nicht von Schließung oder Insolvenz bedroht. Deshalb sieht die DAK keinen Anlass, den Zusatzbeitrag zu erhöhen. Die finanzielle Lage würde sich positiv entwickeln, es werde bis Ende diesen Jahres sogar ein Überschuss von 200 Millionen EUR erwartet. Im letzten Jahr wurde ein Überschuss von 62 Millionen Euro erwirtschaftet.

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