Krankenkassen Kompakt

Daimler BKK zahlt 60 Euro Prämie für 2012

Die Daimler BKK hat mitgeteilt, dass sie ihren Mitgliedern eine Prämie in Höhe von 60 EUR auszahlen wird. Die Auszahlung für das Geschäftsjahr 2012 erfolgt im Frühjahr 2013. Mitglieder, die nicht das ganze Jahr 2012 bei der Daimler BKK versichert sind, erhalten einen anteiligen Betrag.

Die BKK begründet es damit, dass sie so gut gewirtschaftet hat, dass sie die erzielten Überschüsse an die Mitglieder zurückgeben kann. Seit Einführung des Gesundheitsfonds im Jahr 2009 hat die BKK ununterbrochen auf einen Zusatzbeitrag verzichtet. Ihre Finanzplanung ist solide und transparent, die Verwaltungskosten sind niedrig.

Allerdings ist die Daimler BKK nicht für alle geöffnet. Sie gilt als geschlossene Krankenkasse. Alle Daimlermitarbeiter, deren Ehepartner und familienversicherte Kinder, die eine Ausbildung oder ein Studium beginnen, können Mitglied werden.

KKH-Allianz schafft den Zusatzbeitrag ab

Für alle Mitglieder der KKH-Allianz gibt es jetzt eine gute Nachricht kurz vor den Feiertagen. Der Verwaltungsrat der Krankenkasse hat nämlich den Haushaltsplan für das Jahr 2012 verabschiedet und darin wurde beschlossen, dass der Zusatzbeitrag zum 01.04.2012 abgeschafft wird. Das Leistungsspektrum bleibt aber weiterhin in vollem Umfang erhalten.

Durch Einsparungen auf der Ausgabenseite sowie verbesserte Einnahmesituation kann zum Jahresende ein Finanzpolster von ca. 140 Mio EUR aufgebaut werden, so dass die KKH-Allianz im nächsten Jahr auf den Zusatzbeitrag verzichten kann.

BKK VBU und BKK futur fusionieren zum 01.01.12

Zum 01.01.12 wollen die BKK VBU und die BKK futur fusionieren. Die neue Krankenkasse wird den Namen BKK VBU tragen und wird keinen Zusatzbeitrag erheben Das beschlossen gestern einstimmig die Verwaltungsräte beider Kassen.
Mit der Fusion wird die BKK VBU zu den 30 größten Krankenkassen Deutschlands gehören. Sie ist bundesweit geöffnet.

„Dabei bleibt unser Versprechen, mindestens bis 2013 ohne Zusatzbeitrag auszukommen, selbstverständlich auch nach dem Zusammenschluss bestehen. Während immer mehr Krankenkassen Zusatzbeiträge von ihren Versicherten verlangen müssen oder sogar von der Insolvenz bedroht sind, bauen wir unser attraktives Leistungsangebot noch weiter aus“, sagte Andrea Galle, Vorstand der BKK VBU.

Alle Versicherten der neuen BKK VBU werden ab 01.01.12 von den attraktiven Zusatzleistungen wie z.B. dem Bonusprogramm „Gesund leben zahlt sich aus“ mit bis zu 280 Euro profilieren.
Die neue BKK wird rund 400.000 Versicherte an 30 Standorten bundesweit betreuen.

pronova BKK prüft Fusion mit der BKK für Heilberufe

In den letzten Wochen wurde innerhalb des BKK-Systems nach einem möglichen Fusionspartner für die BKK für Heilberufe gesucht. Die pronova BKK hat hat nun unter Vorbehalt der Zustimmung des Verwaltungsrates ein vorläufiges Angebot zur Fusion mit der BKK für Heilberufe abgegeben. Eine mögliche Fusion wird abhängig von der Erfüllung bestimmter Bedingungen gemacht, unter anderen der finanziellen Unterstützung im Rahmen einer Fusionsbeihilfe durch das BKK-System. Bei einer angemessenen Unterstützung des BKK-Systems sieht sich die pronova BKK in der Lage, den rund 120.000 Versicherten der BKK für Heilberufe eine sichere und starke Krankenkassenzukunft anzubieten.

“Die pronova BKK erhebt keinen Zusatzbeitrag. Eine Fusion mit einer anderen BKK ist daher nur darstellbar, wenn auch nach einer Fusion die pronova BKK in 2012 keinen Zusatzbeitrag erheben muss”, betont Lutz Kaiser, Vorstand der pronova BKK.

In den kommenden Wochen werden die noch laufenden Berechnungen abgeschlossenen. Sollten die Rahmenbedingungen zu einer Fusion erfüllt werden, entscheiden die Verwaltungsräte der Selbstverwaltung.

IKK classic würde die Vereinigten IKK unterstützen

In den letzten Tagen gab es Berichte, dass die Vereinigte IKK in Schieflage geraten ist. Da im Frühjahr die geplante Fusion mit der IKK Classic geplatzt ist, stellt sich nun die Frage, ob die IKK Classic zu einer Unterstützung der Vereinigten IKK bereit ist.

Dies kann klar mit ja beantwortet werden. Die IKK classic steht einer finanziellen Unterstützung der Vereinigten IKK aufgeschlossen gegenüber. IKK classic-Vorstandschef Gerd Ludwig sagte dazu, dass Voraussetzung für eine finanzielle Unterstützung ist, dass die Vereinigte IKK ein überzeugendes Konzept zur wirtschaftlichen Konsolidierung mittrage. Dazu zählen wirksame Sparanstrengungen, Erhebung eines angemessenen Zusatzbeitrags und die Beratung durch die Unterstützer-Kassen.

Ludwig betonte, dass die IKK classic in der Lage sei, sich mit einem deutlichen Anteil an einer Finanzhilfe zu beteiligen, ohne dass damit ihre eigene Wirtschaftlichkeit in Frage gestellt wäre. „Auch im Fall einer substanziellen Hilfe für die Vereinigte IKK verfügt die IKK classic über umfangreiche Finanzreserven. Einen Zusatzbeitrag werden wir bis zum Jahr 2013 nicht benötigen.“

DAK muss sparen

Seit Anfang 2010 verlangt die DAK von ihren Versicherten einen Zusatzbeitrag in Höhe von 8,00 EUR im Monat. In erster Linie wegen der Erhebung des Zusatzbeitrages hat die DAK im letzten Jahr viele Mitgliedern verloren und ihre Rücklagen sind fast aufgebraucht. In der Presse wurde sogar davon gesprochen, dass das Bundesversicherungsamt die DAK aufgefordert hat, entsprechende Maßnahmen einzuleiten, in dem sie die Zusatzbeiträge angehoben und die Personalkosten senken soll.

Das Bundesversicherungsamt hat jetzt aber  in einer Pressemitteilung klargestellt, dass es weder die Erhöhung des Zusatzbeitrags noch andere Maßnahmen von der DAK verlangt. Die DAK ist nicht von Schließung oder Insolvenz bedroht. Deshalb sieht die DAK keinen Anlass, den Zusatzbeitrag zu erhöhen. Die finanzielle Lage würde sich positiv entwickeln, es werde bis Ende diesen Jahres sogar ein Überschuss von 200 Millionen EUR erwartet. Im letzten Jahr wurde ein Überschuss von 62 Millionen Euro erwirtschaftet.

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