Krankenkassen Kompakt

Die Krankenkassen sollen Beiträge zurückzahlen

Viele gesetzliche Krankenkassen haben im Vorjahr Überschüsse erwirtschaftet. Deshalb sagte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, dass die Kassen einen Teil der Beiträge an die Mitglieder zurückzahlen sollen. “Wenn wirklich alle Kassen, die es sich leisten können, etwas an ihre Mitglieder zurückzahlen, dann könnten davon einige Millionen gesetzlich Versicherte profitieren”, sagte der Daniel Bahr  im Interview mit der “Rheinischen Post”.

Zudem sei die Prämienausschüttung auch ein Wettbewerbsvorteil für die Krankenkassen, fügte Bahr seiner Forderung hinzu. Da bislang nur sehr wenige Krankenkassen davon  Gebrauch machten, erinnerte Bahr daran, dass diese Prämien auch gesetzlich vorgesehen seien.

Die Forderung des Ministers wurde inzwischen von Seiten der Krankenkassen abgelehnt. Florian Lanz, Sprecher des Spitzenverbandes der Krankenkassen, wies darauf hin, dass die Auszahlung von Prämien ebenso wie die Erhebung von Zusatzbeiträgen allein eine Entscheidung der Krankenkassen sind. Die Bundesregierung entscheidet lediglich über die Höhe des Beitragssatzes. “Jede Krankenkasse entscheidet das sehr sorgfältig und verantwortungsvoll, da braucht es keine Ermahnungen der Politik in die eine oder andere Richtung”, so Lanz.

 

BKK Dr. Oetker ändert ihren Namen auf Heimatkrankenkasse

Ab dem 01.01 2012 ändert die BKK Dr. Oetker ihren Namen und wird künftig “Heimat Krankenkasse” heißen.  Mit diesem Schritt möchte die Kasse deutlich machen, dass sie eine eigenständige Betriebskrankenkasse ist und unterstreicht neben der regionalen Fokussierung die bundesweite Öffnung für Mitglieder aus ganz Deutschland. Die Versicherten der BKK Dr. Oetker dürfen sie sich auf ein noch größeres Leistungs- und Serviceangebot freuen. Die Mitglieder brauchen bis 2013 garantiert keinen Zusatzbeitrag bezahlen.
Seit der bundesweiten Öffnung im Jahr 2002 bietet die BKK seine Leistungen nicht nur regional, sondern bundesweit an. Die Umbenennung soll nun die Positionierung der Heimat Krankenkasse als konstanter, verlässlicher Gesundheitspartner stärken.

“Heimat, das ist ein Ort des Wohlbefindens, an dem es Menschen gibt, die füreinander da sind. Genau das wünschen sich viele Versicherte auch von ihrer Krankenkasse. Denn Gesundheit ist das höchste Gut, für das man einen verlässlichen Partner benötigt. Mit der Kombination des traditionsreichen Begriffs Heimat und unserem frischen neuen Erscheinungsbild stärken wir unsere Position als verlässliches und zugleich modernes Dienstleistungsunternehmen”, erläutert Klemens Kläsener, Vorstandsvorsitzender der Heimat Krankenkasse.
“Wir werden unsere Versicherten weiterhin so intensiv betreuen wie zuvor. Zugleich möchten wir deutlich zum Ausdruck bringen, dass bei uns auch neue Mitglieder aus allen Regionen und Unternehmen herzlich willkommen sind. Mit der Umbenennung in Heimat Krankenkasse wechseln wir zwar unseren Namen, nicht aber unser Wesen. Wir garantieren dafür, dass sich an unseren hohen Maßstäben in punkto Qualität und Verlässlichkeit auch künftig nichts ändern wird”, so Kläsener.

Ihren Wurzeln, der Oetker-Gruppe, bleibt die Heimat Krankenkasse weiterhin verbunden. “Dr. Oetker verdanken wir unsere gesunde Basis, mit der wir auch für die Zukunft optimal aufgestellt sind. Wir freuen uns auf einen weiterhin partnerschaftlichen Austausch”, bedankte sich Kläsener bei der Oetker-Gruppe. Richard Oetker, persönlich haftender Gesellschafter der Dr. August Oetker KG, begrüßt diese Entscheidung: “Wir verfolgen mit Stolz, wie stabil sich die BKK Dr. Oetker am Markt entwickelt hat. Die Etablierung eines eigenständigen Namens ist der nächste logische Schritt in ihrer Erfolgsgeschichte.”

Quelle: BKK Dr. Oetker

Zusatzbeiträge von drei Versicherten der DAK unwirksam

Die DAK verlangt seit 02/10 von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag in Höhe von 8,00 EUR im Monat. Bedingung für die Erhebung von Zusatzbeiträgen ist es, dass die Krankenkassen ihre Mitglieder rechtzeitig über das damit verbundene Sonderkündigungsrecht informieren. Das Sozialgericht Berlin hat nun in erster Instanz entschieden, dass die Erhebung des Zusatzbeitrags der DAK unwirksam war, weil die Krankenkasse ihre Mitglieder nicht deutlich genug auf ihr Sonderkündigungsrecht hingewiesen hat. Drei Mitglieder der DAK hatten geklagt, nachdem ihr Widerspruch gegen die Erhebung des Zusatzbeitrages erfolglos geblieben war. Das Sozialgericht gab den Klägern zum Teil recht. Zwischen 02/10 und 11/10 bzw. 12/10 seien sie nicht zur Zahlung der 8,00 EUR pro Monat verpflichtet, da die Kläger erst im November bzw. Dezember deutlich auf ihr Sonderkündigungsrecht hingewiesen worden und somit erst ab diesem Zeitpunkt sie die Zusatzbeiträge zahlen müssen.

Allerdings weist die DAK darauf hin, dass dieses Urteil keine grundsätzliche Bedeutung hat und nicht auf alle Versicherten übertragbar ist. Es betrifft nur die drei Kläger in den konkreten Verfahren vor dem Sozialgericht Berlin. Außerdem ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Andere Sozialgerichte hatten die Informationspraxis der DAK nicht beanstandet.

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